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Makulapigmentveränderungen in pseudophaken Augen quantifiziert mit Resonanz-Raman-Spektroskopie

Zweck: Wir untersuchten Veränderungen der optischen Dichte des Makulapigments (MPOD) nach einer Kataraktoperation und verglichen die MPOD zwischen Augen mit klaren Intraokularlinsen (IOLs) und gelb getönten IOLs.

Entwurf: Prospektive, vergleichende Fallserie.

Teilnehmer: Die MPOD-Spiegel wurden in 480 Augen von 337 Patienten nach einer Kataraktoperation gemessen. Unter ihnen wurden die Daten von 259 Augen (klare IOL-Gruppe, 121 Augen; gelb getönte IOL-Gruppe, 138 Augen) von 259 japanischen Patienten für statistische Analysen auf der Grundlage der Einschlusskriterien ausgewählt: eine postoperative Sehschärfe (VA) von ≥0,8 und keine Funduserkrankungen. Von jedem Patienten wurde nur 1 Auge aufgenommen. Die Patienten gaben ihre Einwilligung zur Teilnahme an dieser Studie auf der Grundlage der Zustimmung des Institutional Review Board vor der Operation.

Methoden: Die Patienten wählten den Typ der zu implantierenden IOL aus. Die MPOD-Spiegel wurden unter Verwendung der Resonanz-Raman-Spektroskopie an Tag 1 (Ausgangswert) gemessen; Monate 1, 3 und 6; und Jahre 1 und 2 postoperativ.

Hauptergebnismaße: Der Unterschied in den MPOD-Spiegeln zwischen den IOL-Gruppen wurde durch ungepaarte t-Tests analysiert. Die folgenden Parameter wurden durch multiple Regressionsanalyse analysiert: Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI), Rauchanamnese, Glaukom, Diabetes, präoperative VA, präoperativer Refraktionsfehler sowie IOL-Leistung und -Typ.

Ergebnisse: Wir fanden keine signifikanten Unterschiede in den Grundlinienmerkmalen zwischen den 2 Gruppen. Bis 6 Monate postoperativ unterschieden sich die MPOD-Spiegel zwischen den Gruppen nicht signifikant. Ab 1 Jahr waren die Werte in der gelb getönten IOL-Gruppe jedoch signifikant höher als in der klaren IOL-Gruppe. Durch multiple Regressionsanalyse korrelierten 1 Tag postoperativ, älteres Alter und Diabetes mit niedrigeren MPOD-Spiegeln; 1 Jahr postoperativ und danach korrelierten jedoch niedrigere MPOD-Spiegel mit klaren IOLs.

Schlussfolgerungen: Eine Kataraktoperation mit klaren IOLs führte zu einer stärkeren Abnahme der Makulapigmentspiegel im Vergleich zu gelb getönten IOLs während einer längeren Nachbeobachtungszeit. Diese Ergebnisse stimmten mit Beobachtungen überein, dass eine übermäßige Lichtexposition umgekehrt mit MPOD assoziiert ist, da klare IOLs höhere Intensitäten von blauem Licht übertragen als gelb getönte IOLs.